2006 Chenevières – Hitzeschlacht in Lothringen

Anreise und Fahrerlager

Am Donnerstag, den 18. Juni, ging es endlich wieder nach Chenevières.

Die Anfahrt führte entspannt über die Landstraßen Frankreichs. Im Fahrerlager angekommen hieß es zunächst: Platz suchen und aufbauen. Der Untergrund besteht hier größtenteils aus Schotter, was das Rangieren mit Motorrad und Equipment nicht gerade einfacher macht.

Bereits am Abend zeigte das Thermometer, wohin die Reise an diesem Wochenende gehen würde. Es war heiß. Alle Fenster des Campers wurden geöffnet, um wenigstens etwas Luftzirkulation zu erzeugen.

Wie so oft gehören die Gespräche im Fahrerlager genauso zum Event wie die eigentliche Fahrzeit. Bei einem kühlen Bier wurde mit Bernd über seine Yamaha R1 RN22 aus 2011 und mit Torsten („Dorschdä“) über seine BMW S1000RR gefachsimpelt. Technik, Erfahrungen und die üblichen Benzingespräche eben. Erst gegen 0:30 Uhr wurde es Zeit für die Nachtruhe.

Tag 1 – Temperaturen am Limit

Trotz der Hitze war die Nacht überraschend angenehm. Ein leichter Luftzug sorgte dafür, dass bis 7 Uhr geschlafen werden konnte.

Nach einer Dusche und den ersten Gesprächen mit Martin, der mit seiner BMW S1000RR angereist war, begann die übliche Morgenroutine. Motorrad vorbereiten, Reifenwärmer montieren, Luftdruck kontrollieren und anschließend Kaffee, Wasser und ein Croissant an der Anmeldung organisieren. Nach der Fahrerbesprechung ging es endlich auf die Strecke.

  • Der erste Turn diente zum Einrollen. Motorrad, Fahrer und Strecke mussten sich zunächst wieder aneinander gewöhnen. Bereits jetzt lagen die Temperaturen bei rund 30 Grad.
  • Im zweiten Turn lief alles entspannt und problemlos, allerdings musste die grüne Gruppe nach einem Sturz vorzeitig abgebrochen werden. Sobald das Motorrad in der Box stand, sprang regelmäßig der Lüfter im Nachlauf an. Der Helmlüfter wurde zum ständigen Begleiter.
  • Auch der dritte Turn verlief sehr gut. Lediglich die Kupplungshand begann sich bemerkbar zu machen. Die hohen Temperaturen machten jede Bewegung anstrengender. Nach jedem Stint hieß es daher: Schatten suchen, trinken und irgendwie versuchen, den Körper herunterzukühlen.

Nach der Mittagspause erfolgte der Wechsel in die grüne (schnelle) Gruppe.

Dort lief es überraschend gut. Die K7 fährt sich deutlich entspannter und harmonischer als die vorherige K6. Das Motorrad vermittelt mehr Ruhe und Vertrauen, was gerade bei diesen Bedingungen Gold wert ist.

  • Im vierten Turn zeigte sich jedoch schnell, dass das Fahren in einer anderen Gruppe auch neue Herausforderungen mit sich bringt. Die Dynamik auf der Strecke ist eine andere und verleitet teilweise dazu, Dinge zu erzwingen. Genau daraus entstehen Fehler. Die Kupplungshand schmerzte weiterhin und der Kupplungshebel musste später noch feinjustiert werden. Zusätzlich begann die Tankanzeige bereits zu blinken.
  • Der fünfte Turn wurde zur Hitzeschlacht. Sobald der eigene Rhythmus passte, lief es gut. Nach einigen Anpassungen an Kupplungs- und Bremshebel fühlte sich das Motorrad deutlich angenehmer an.
  • Besonders interessant wurde der sechste Turn. Torsten übernahm das Coaching. Zunächst fuhr er hinter mir, anschließend vor mir. Dabei wurden andere Linien, andere Kurveneingänge und teilweise völlig andere Anfahrten sichtbar. Einige Kurven lassen sich deutlich weiter „hinterfahren“, als ich sie bislang gefahren bin. Solche Sessions sind oft wertvoller als jede technische Änderung am Motorrad.

Spanferkel, Benzingespräche und Stromausfall

Nach dem Training wartete das traditionelle Spanferkel auf die Teilnehmer. Absolut verdient nach diesem heißen Tag und wie immer ein perfekter Anlass für ein gemeinsames „get-together“.

Besonders spannend waren die Gespräche mit den schnellsten Fahrern der Veranstaltung. Interessant ist dabei immer wieder die Erkenntnis, dass selbst sehr schnelle Fahrer oft ratlos vor noch schnelleren Piloten stehen. Die Fragen bleiben die gleichen: Wie machen die das? Wo finden die noch Zeit? Warum funktioniert das dort besser?

Egal auf welchem Niveau man unterwegs ist – irgendwo gibt es immer jemanden, der noch schneller ist.

Für zusätzliche Unterhaltung sorgte in der Nacht allerdings ein kompletter Stromausfall im gesamten Vorplatzbereich. Kühlboxen liefen heiß , Lebensmittel wurden warm und die Neuankömmlinge standen vor einigen Problemen.

Besonders ärgerlich war, dass der Betreiber nicht erreichbar beziehungsweise nicht kooperativ war. Der Veranstalter hatte keinen Zugang zur Stromversorgung und konnte deshalb nicht eingreifen. Erst am nächsten Morgen gegen 8:30 Uhr erschien der Betreiber und schaltete die Anlage wieder frei. Zum Glück noch rechtzeitig vor Beginn des zweiten Veranstaltungstages.

Tag 2 – Noch heißer

Der Strom war wieder da und der Tag begann mit Kaffee und frischen Croissants.

Für den zweiten Tag wechselte ich wieder zurück in die gelbe (mittlere) Gruppe. Das passte besser zum eigenen Rhythmus und war insgesamt entspannter.

Danach wieder das übliche Ritual: Reifenwärmer montieren, tanken und Luftdruck kontrollieren.

Bereits der erste Turn zeigte, dass es nochmals heißer werden würde als am Vortag. Der zweite Turn lief gut, der dritte wurde aufgrund der extremen Temperaturen bereits verkürzt.

In der Mittagspause war an ein richtiges Essen kaum zu denken. Stattdessen standen Wasser, Elektrolyte, Salze und Magnesium auf dem Programm. Flüssigkeit wurde zum wichtigsten Werkzeug des Tages.

Die Kühlweste erwies sich dabei als absolute Geheimwaffe. Ergänzt durch eine wassergekühlte Bandana, in den Pausen, machte sie die Bedingungen deutlich erträglicher.

Trotzdem entwickelte sich nach jedem Turn die gleiche Routine:

Ankommen. Handschuhe ausziehen um den Helm öffnen zu können. Helm abnehmen. Airbagweste ausschalten und ausziehen. Kombijacke ausziehen. Arbeitshandschuhe anziehen. Die aufgesammelten Steine aus den Reifen entfernen. Reifenwärmer montieren. Anschließend den Helmlüfter vor den Kühler stellen, während der Motorradlüfter noch im Nachlauf arbeitet. Bandana und Kühlweste anziehen.

Ein hilfreicher Tipp bei extremer Hitze: Das Motorrad nach einigen Minuten nochmals kurz starten. Dadurch gelangt das inzwischen abgekühlte Wasser aus dem Kühler in den Motor und unterstützt die weitere Temperaturabsenkung.

Die Nachmittagsstints verliefen ordentlich. Jeder kämpfte mit den Temperaturen. Konzentration, Fitness und Flüssigkeitshaushalt wurden wichtiger als jede Rundenzeit.

Den letzten, siebten Turn ließ ich schließlich bewusst ausfallen. Die Hitze hatte allen Teilnehmern sichtbar zugesetzt und manchmal ist die vernünftigste Entscheidung, einen Turn weniger zu fahren.

Fazit

Chenevières 2026 wird mir vor allem als Hitzeschlacht in Erinnerung bleiben. Temperaturen deutlich über 30 Grad, ein nächtlicher Stromausfall und viele lehrreiche Kilometer auf der K7.

Besonders positiv: Das Motorrad funktioniert hervorragend und fährt sich deutlich entspannter als die K6. Das Coaching mit Torsten brachte neue Blickwinkel auf die Streckenführung und zeigte erneut, dass auf der Rennstrecke Lernen niemals aufhört.

Der Abbau auf dem heißen Asphalt wurde nochmals zur letzten Prüfung des Wochenendes. Danach ging es über die bequemere Autobahnroute zurück nach Hause. Zwar etwas länger, dafür deutlich entspannter.

Manchmal sind genau diese Wochenenden die besten: Viel fahren, viel lernen, gute Gespräche und am Ende erschöpft, aber zufrieden nach Hause kommen.

2026 Chenevieres Vorfreude – Morgen geht’s los!

Die Vorfreude steigt – morgen ist es endlich soweit. Der Koffer-Anhänger ist gepackt, das Motorrad vorbereitet und der Blick geht bereits Richtung Frankreich. Für mich steht das nächste Rennstreckenwochenende in Chenevières auf dem Programm.

Diesmal geht es mit S.T.E.I.L.-Racing auf den bekannten Kurs, der für seinen flüssigen Streckenverlauf und die anspruchsvollen Kurvenkombinationen bekannt ist. Besonders spannend wird es, die Fortschritte der letzten Veranstaltungen weiter auszubauen und das Vertrauen in die GSX-R weiter zu stärken.

Die Wettervorhersage verspricht sommerliche Temperaturen, sodass nicht nur auf der Strecke, sondern bereits im Fahrerlager für genügend Hitze gesorgt sein dürfte. Zum Glück sind wir mit nur 52 Teilnehmern unterwegs. Das bedeutet viel Platz im Fahrerlager und vor allem mehr Fahrzeit auf der Strecke. Aufgrund der geringen Teilnehmerzahl werden an beiden Tagen lediglich drei Gruppen unterwegs sein. Das bringt jedem Fahrer zusätzliche 35 Minuten Fahrzeit – ein echter Bonus.

Wie immer beginnt das Wochenende bereits am Vorabend mit der Anreise, dem Einrichten des Fahrerlagers und den technischen Vorbereitungen. Startnummern, Zeitmessung und technische Abnahme stehen auf dem Programm, bevor am Freitagmorgen die Motoren gestartet werden.

Besonders freue ich mich darauf, die aktuellen Anpassungen an meiner K7 weiter zu testen. Nach den positiven Erfahrungen in Anneau du Rhin soll nun auch in Chenevières alles noch etwas flüssiger funktionieren. Jede Runde bringt neue Erkenntnisse und genau das macht für mich den Reiz solcher Veranstaltungen aus.

Neben dem Fahren gehört natürlich auch das Miteinander im Fahrerlager dazu. Der gemeinsame Abend am Freitag mit Benzingesprächen, Erfahrungsaustausch und guter Stimmung ist fester Bestandteil eines gelungenen Rennstreckenwochenendes.

Jetzt heißt es nur noch: Anhänger anhängen, losfahren und die letzten Stunden bis zum ersten Turn genießen.

Chenevières – ich komme.

2025 Chenevières

Tag 1: Auf geht’s nach Chenevières zum Saisonstart auf ein 3-Tages-Training bei Steil Racing. In der Vorbereitungsphase sollte eigentlich der VW Camper mit einer Anhängerkupplung ausgestattet werden. Diese vermeintliche „Kleinigkeit“ entpuppt sich allerdings zu einer andauernden Herausforderungen für den Monteur. Es vergehen mehr als drei Monate für die Vorbereitung mit langen Lieferzeiten, falsch gelieferte Anbau-Kits, abgebrochenen Pins, usw. Die Liste ist noch etwas länger zum Schluß wurde der Camper nicht rechtzeitig zur Abfahrt nach Chenevières fertig. Das Schlafdomizil bleibt also zunächst weiterhin der Transportanhänger.

Also geht es wieder um 04:30 Uhr mit dem PKW in Richtung Rennstrecke. Die Morgensonne macht schon mal Lust auf mehr …

Nach zwei Std. Anfahrt, pünktlich um 06:30 Uhr angekommen und zeitnah aufgebaut. Dann gehts umgehend zur Anmeldung und zur technischen Abnahme inkl. Zeitenmessaufkleber. Anschließend die Reifenwärmer aufgezogen und vorgewärmt für den Start um 09:00 Uhr in der ersten Gruppen.

Die Fahrerbesprechung ist unspektakulär. Ingo von Steil-Racing macht das gewohnt routiniert. In 2025 starte ich zum ersten Mal mit der Suzuki GSXR 1000 K6. Eingeteilt habe ich mich weiterhin in die gelbe Gruppe „Sportfahrer“. Die Temperaturen für dieses Jahr sind rund um die 30 Grad gemeldet. Das wird also ein „heißes“ Unterfangen.

Hinweis: Als absolut lohnenswert, habe ich den Helmlüfter eingstuft. Die „offiziellen“ Helmlüfter kosten verhältnismäßig viel für das, was sie können. Bei Amazon habe ich einen passenden Lüfter entdeckt zu einem vernüftigen Kurs, schaut selbst: Honeywell TurboForce Turbo-Ventilator

Eine absolute Empfehlung! Damit wird der Helm in Minuten wieder trocken, auch wenn er nach jedem Turn verschwitzt ausgezogen wird.

09:00 Uhr Start: Anfangs läuft Turn 1 zum „einrollen“ganz gut. Allerdings rutscht mir in den letzten beiden Runden die Kupplung, sodass ich nicht voll durchbeschleunigen kann … Moment, das hatte ich doch schon mal … MIST, Turn abgebrochen und direkt nachgeschaut.

Bei der Kontrolle der Kupplungseinstellung stellt sich heraus, dass die Einstellung im „kalten“ Zustand zwar gepasst hat, aber im „warmen“ Zustand als zu stramm eingestellt ist. Das bedeutet, die Kupplung bleibt immer noch ca. 1mm gezogen, was sie zum rutschen bringt. Dieser Umstand kann über das Stellrad am Lenker nachjustiert werden. Allerdings braucht es mehrere Hände dazu, um zunächst den Zug mit etwas Öl und Druck wieder gangbar zu machen.

Ok, Glück gehabt. Keine größere Reparatur an der Kupplung notwendig … anders als beim letzten Mal.

Turn 2 und 3 laufen anschließend sehr gut. Die aktuelle Reifenkombi Pirelli (vorne) und Bridgestone (hinten), ist schon ein „eingefahrenes“ Team. 🙂 Die Rundenzeiten werden zwar gemessen, aber nicht an die Teilnehmer kommuniziert. Sie gelten allerdings als Orientierung für das Veranstalterteam um die Gruppen harmonisch zusammenzusetzen, falls sich jemand in seiner Eigeneinschätzung „falsch“ eingestuft hat. Man weiß vorher ja nie, wer sonst noch an der Veranstaltung teilnimmt.

Im Nachgang wird mit eine Zeit von 01:55,259 zugeschrieben. Das ist auf Anhieb schon mal um 0,8s besser als 2022.

Nach der Mittagspause geht es weiter. Es wird zunehmend anstrengender bei Temperaturen >30 Grad.

Im letzten Turn des Tages habe ich die Gelegenheit eine Suzuki GSXR 1000 K8 um den Kurs zu bewegen.

Die K8 hat im Gegensatz zu K6 ein wenig mehr Dampf unterm Tank, sowohl bei den PS k (~+7PS), als auch im Drehmoment k (+2NM). Zudem hat sie elektronisch verstellbare Fahrmodi und eine Hydraulik-Kupplung verbaut. Die Bremsen sind von Brembo, das Fahrwerk ist überarbeitet. usw. Das Bike hat einige Optimierungen erfahren. In Summe sollte sie sich etwas harmonischer fahren lassen als die K6.

Fazit: Fährt sich etwas ausgewogener. Das Fahrwerk ist beim Lastwechsel etwas ruhiger und der Motor zieht harmonischer durch. Bei den Bremsen und der Schaltung musste ich mich etwas daran gewöhnen, da beide nicht auf mich eingestellt waren. Der Rastenanlage war etwas zu hoch und die Bremse war komplett anderes vom Druckpunkt als von der K6 gewohnt. Dort arbeiten auch TOKICO Bremssättel mit einer Magura Handbremse zusammen. Alles in Allem hat es ebenfalls viel Spaß gemacht und der Unterschied auf Anhieb gar nicht so massiv wie gedacht. Aber klar, ich bewege bei den Trainings die Bikes ja auch nicht so am Limit, dass man jede Kleienigkeit erkennen kann.

Nach einem heißen Tag ist nun Ende der Veranstaltung … PROST.

Ach ja, mein Schlafgemach muss noch hergerichtet werden… Zusammen mit meinem Notstrom-Aggregat und meinem zweiten Reifensatz teile ich mir die Box für die Nacht. Schlaft gut …

Tag 2: Auf gehts in den zweiten Veranstaltungstag. Die Fahrerbesprechung gilt um 08:00 Uhr nur für die Neuzugänge. Jeden Tage haben wir eine andere Zusammenstellung, da manche Teilnehmenr nur tageweise das Event gebucht haben. Das bedeutet wiederum, jeden Morgen für ein paar Teilnehmern: auf zur Anmeldung neue Aufkleber für den Tag abholen, da die Gruppen, wie bereist beschrieben, harmonisch neu zusammengesetzt werden.

Ach ja, das beduetet für mich: 01:55,259 reicht hier für die GRÜNE (schnelle) Gruppe (ACHTUNG: Bitte merken, wird noch interessant). Da am zweiten Tag die Gruppeneinteilung von 4 Gruppen auf 3 Gruppen reduziert wird, wurde auch gleich die Reihenfolge der Ausfahrten geändert. Einmal durchgewürfelt, bedeutet das für mich: Der Start beginnt um 09:40 Uhr … theoretisch …

Leider hat es in der gelben Gruppe eine rote Flagge (Abbruch aufgrund Sturz) gegeben, womit denau noch 3 Runden Fahrzeit mäglich gewesen wären. Also schenke ich mir den ersten Turn, da die Reifen vom langen Stehen an der Boxenausfahrt, keine Betriebstemperatur mehr haben.

Rote Flaggen und Stürze gehören leider zur Tagesordnng. Das geht nun mal verdammt schnell und um Ingo zu zitieren: „… wir spielen nu mal kei Schach…“. Bisher ging es glücklicherweise mit leichtes Bläsuren (inkl. Schlüsselbeinbrauch beim Fahrerlagernachbar nach seinem ersten Turn in Chenevières) durch den ersten Tag.

Beiläufig scheint hier ein Nest von neuen und vor allem alten Renault Alpine A110 zu sein. Wie an der Perlenkette, schlängeln sie sich durch das Fahrerlager. Zunächst einmal raus und nach einem Tagesausflug wieder zurück in die Hallen am Boxeneingang.

Turn 2 und 3 verlaufen super und so freue ich über die Stärkung am Mittag, die uns liebevoll zubereitet wird. Wir werden glücklicherweise in der Gruppe wohl umsorgt, sodass wir uns voll und ganz auf das Fahren konzentrieren können. DANKE dafür 🙂

Dann gehts nach der Mittagspause auch schon heiß weiter (ebenfalls wieder >30 Grad). Die Turns 3 bis 6 laufen hitzebedingt etwas schleppend aber trotzdem sehr gut. Ich hab nochmal etwas Zeit auf der Strecke gefunden, sodass am Ende des 2 Tages die Uhr auf 01:54,553 steht, dh. nochmal knapp 0,5s besser.

Besser wird es nicht und aufgrund der mangelnden Kondition bei den Temperaturen, schenke ich mir den 7. Turn und gehe zum Tagesendspurt über. In unserem Fall bedeutet dies, ein gemeinsamer Abend, durch den Veranstalter organisiert mit Bier, Wein und einem leckeren Spanferkel. Die arme Sau hatte es noch heißer wie wir 🙂 …

Zum Thema GRÜNE (schnelle) Gruppe: Beim Spanferkel Essen eröffnete uns Ingo, dass sich für den dritten Tag „14 schnelle Franzosen“ in der grünen Gruppe angemeldet haben. Das wären wohl alles anscheinend „Lokalmatadore“ die höchstwahrscheinlich jeden Grashalm hier kennen, da sie alle aus der umnittelbaren Umgebung stammen…

Das klang für den ein oder anderen „Schnellen“ sehr verlockend, dass sogar Elektronikprobleme in Überstunden extra für den letzten Tag behoben wurden, um nochmal mitfahren zu können … mit den „14 schnellen Franzosen“.

Wir fünf hatten uns schlussendlich alle freiwillig entschieden in die ROTE (langsame) Gruppe einteilen zu lassen, um weniger Vekehr zu haben und somit unbeschwerter bzw. „freier“ fahren zu können.

Tag 3: Auf zur letzten Runde … war das Motto, bis die Franzosen kamen … Die Kollegen reisten völlig unerwartet mit Straßenbikes auf Straßenbereifung, abgeklebten Spiegeln und Kennzeichen an, daher … WOW, was müssen das für Grananten sein, wenn sie uns mit dem Material alle um die Ohren fahren. MISSION IMPOSSIBLE Stuntman oder sowas …

NOPE … die Kollegen hatten sich bei der Online-Anmeldung in der FARBE geirrt. Bei manchen Veranstaltern sind die Farben GRÜN und ROT vertauscht … sie dachten sie melden sich als „Rennstrecken-Anfänger“ in der langsamen Gruppe an … Das Chaos war kurzzeitig perfekt. Somit alle nochmal an die Anmeldung und wieder einmal neue Aufkleber abholen. Wir haben uns in der GELBEN (Sportfahrer) Gruppe angemeldet und los ging es dann um 09:20 Uhr.

Mittlerweise hatte ich 4 Aufkleber in allen 3 unterschiedlichen Farben gesammelt … und was soll ich sagen, ich hätte überall reingepasst 🙂

Für die morgendlichen Turns hatte ich als „Kamera-Kind“ die GoPro montiert und die Kollegen bei der Fahrt gefilmt. Wie das so ist, wirkt es real immer wesentlich schneller, als es auf der Kamera rüberkommt. Nun gut ein paar interessante Überholmanöver waren schon dabei und das ranfahren, dranbleiben, überholen usw. hat schon Spaß gemacht. Die Auswertung und das Zusammenschneiden dauert noch ein wenig. Dann gibt es ggf. ein 2. Youtube-Video.

Ach ja, Tanken nicht vergessen… In den letzen Jahren habe ich ein paar Methoden ausprobiert. Mit dem 20l Kanister, mit einer Tankkanne und nun mit einem Schnelltank-Kanister. Funktioniert bei normalen Temperaturen auch einwandfrei. Meinen Kanister hatte ich allerdings als Zeltbeschwerer genutzt um den Pavillion vor dem Wegfliegen zu schützen. Was mir dabei entgangen war, dass der Kanister bei >30 Grad lange Zeit der Sonne ausgesetzt war und sich der Verschluß nur schwergängig schließen lies. Daher kam es auch einmal zum Überlauf, da der Verschluß beim abziehen nicht rechtzeitig und sauber schloß, sodass der Sprit auslief.

Ich kann ihn auf jeden Fall nur empfehlen.

… und dann war es dass auch schon wieder. Ein 3-Tages-Event in Chenevières mit Steil Racing. Alles noch dran, alles hoch heil gebleiben. So soll es sein, wenn auch etwas heiß.

Schön wars. Bis zum nächsten Jahr

2025 Chenevières – Vorbereitung

In 2025 ist der Saisonstart in Chenevières angedacht, bei einem 3-Tages-Training bei Steil Racing. Die Vorbereitungen dafür laufen. Der Anhänger hat an 3 Seiten, jeweils in der rechten oberen Ecke ein Branding erhalten, wie man hoffentlich erkennen kann. 1down5up.de

Für die Fahrertrainings kann ich den Anhänger nur wärmstens empfehlen.

Es ist ein Saris Kofferanhänger (1.350kg) mit einer Ladefläche von (L: 2560 mm / B: 1340 mm /H: 1500 mm). Die 1.350kg Variante ist auflaufgebremst, was das Fahrverhalten positiv beeinflußt.

Außer dem Transport, dient er als Schlafmöglichkeit für die Nacht. Mit den Einbauten passt immer noch eine 100cm Luftmatratze rein, was für einen ausreichenden Komfort ggü. einer Zelt-Alternative bietet.

Los gehts …