Exkurs: Bike Offsite – TOUGHRUN … ab in de Batsch

Mann, Mann, Mann … was hab ich mir nur dabei gedacht. Noch vor einem Jahr hätte ich jedem, der mir damals prophezeit hätte, dass ich letzte Woche bei diesem Spektakel mitmache mit auf den Weg gegeben: „Hast aber ganz schön viel Meinung für so wenig Ahnung“. Nun ja, so kann man sich täuschen. Ein paar Crossfit Trainingseinheiten später, noch gepushed vom erfolgreichen Training, kommt man in einem Anfall von Chuck Norris Wahn auf die Idee: „Machste halt mal so’n Toughrun mit …“

Erstes Zwischenfazit: Hm, wird bestimmt lustig, macht bestimmt Spaß, macht nix dass ich noch nie 13km am Stück joggen war, schon gar nicht profiliert und als Hindernislauf … 😳

Aber nun zum eigentlichen Event – Der TOUGHRUN

Der Toughrun fand im mittlerweile fünften Jahr in Bexbach statt. Die 900 Teilnehmer hatten folgende Aufgabe: 13km Querfeldein über einen Hindernis-Parcour mit dem einzigen Ziel … SPASS zu haben. Zeitnahme gibt es keine. Dabei sein und durchkommen ist alles. Ob alleine oder im Team, jeder war für seinen persönlichen Spaßfaktor selbst verantwortlich. Ich bin mit der Gruppe von Bodycross-Saar gestartet. Wir waren eine zusammengewürfelte, gemischte Gruppe von Fitnessbegeisterten, die eines gemeinsam hatten … so bekloppt zu sein um sich „ab in de Batsch“ zu werfen. Unser Motto dabei: „keep calm and get dirty“.


Der gemischte Haufen bestand aus acht Mädels und zwei Jungs. Mein Mitstreiter Erik S. war gleichzeitig unser Manager, Trainer und Coach. Er sorgte für den reibungslosen Ablauf (inkl. Motto T-Shirt) und hielt seine Schäffchen zusammen. Die Mädels, Tanja H., Sabrina G., Sonja S., Tanja W., Diana W., Sabine H., Kathrin O. und Julia Ü. … mit einem Wort „TOUGH“.

Nochmal aufstellen zum Vorher – Nachher Vergleich.

Gut gelaunt gings zur Startaufstellung. Die 900 Teilnehmer wunden in drei Chargen zu jeweils 300 Startern aufgeteilt. Sinn und Zweck war es schlicht und ergreifend, das Feld zu entzerren, um an den Hindernissen die Staus überschaubar zu halten und die Wartezeiten zu optimieren. Bilde ich mir jedenfalls ein. 😏

Die Strecke bestand aus einem Rundkurs von 4,3km Länge mit acht Hindernissen, den es dreimal zu bezwingen galt.

Die erste Hürde war der „POWERRIDE“. Eine künstlich bewässerte Naturrutschbahn (fast, von der Folie mal angesehen) die uns auf das Kommende einstimmen sollte. Die Rutsche war heimtükisch wie sich herausstellte. Harmlos anzusehen bezwang sie sogar die ein oder andere Trainingshose, die unfreiwillig aber umso hübscher anzuschauen, den luftigen Weg auf Sabrinas Popo freimachte. Wie es passierte … kann man erahnen.

Auch Tanja machte anscheinend eine ähnliche Erfahrung mit glücklicherweise harmloseren Folgen.

Dann gings weiter durch den Wald an die nächste Station. Wie man sieht, konnten wir auch nach mehreren Runden immer noch lächeln … zumindest teilweise. 😳


  
  

Die zweite Hürde „SWAMP“ hatte es schon etwas mehr in sich. Er wurde beschrieben als „des Toughrunners liebstes Hindernis, ein ca. 200m Schlammloch.“ Hier steckten so einige sehr tief in der Sch…. Wer zu tief einsank, kam ohne fremde Hilfe nicht wieder raus. Gut wenn man als Team unterwegs war. Wobei hier teamübergreifend jeder jedem half, Hauptsache niemand blieb auf der Strecke. Spätestens hier kam das Motto „keep calm and get dirty“ voll zur Geltung. 😏

Wie sich später herausstellte, war der SWAMP nicht nur schlammig, sondern auch mit ungewollten aber schmerzhaften sch… $?$§%&%§$? bestückt. Durch den Schlamm auf der Haut verdeckt, konnte man nur erahnen was sich hinter den Schmerzen verbarg. Naja … jetzt macht auch der Name TOUGHRUN auch durchaus Sinn. 😈

Anschließend ging es weiter durch den Wald, steile Abhänge hinauf und hinab an der Verpflegungsstelle vorbei bis zum dritten Hindernis „WARRIORS PRAYER“. Das hieß 11% Steigung auf 300m Strecke quer durch den Wald. Da existieren leider keine Fotos … das war den Paparazzi dann doch zu weit ab vom Schuß. Naja … eine spektakuläre Hürde war es weniger, nur etwas anstrengend.

Der vierte Anlaufpunkt „DUNGEON“ knüpfte an SWAMP an. War man bis dato noch nicht voller Matsch, war man es spätestens hier. Ein unterirdisches, schlammiges und dunkles Labyrith. Gebückte Haltung im Schlammloch mit anschließendem auf allen Vieren den Ausgang suchen war hier angesagt. Bilder sagen mehr als Worte …

Danach gings es wieder mal ein paar hundert Meter weiter querfeldein zum fünften Hindernis „BATTLEFIELD“. Diese Schikane bestand aus mehreren Teilen. Zum einen ein weiteres künstliches Schlammloch in Form von zwei Schlammcontainern, wie auf dem Bild zu sehen. Davor warteten ein paar Mädels in Kampfanzügen, die sich links und rechts postiert hatten, um einem mit Peitschen und Schlammpackungen dezent den richtigen Weg zu zeigen.

Ähm … auf dem Bild mit den Containern sind Tanja W. und Diana W. zusehen. Jede Ähnlichkeit mit peitschenden Mädels in Kampfanzügen oder Personen oder Persönlichkeiten der Wettkampfleitung ist nicht beabsichtigt und wäre rein zufällig.

Zum anderen, nach erneuter kurzer Verschnaufpause an der Verpflegungsstation, ging es über Reifenhindernisse mit Drill Sergeants bestückt, unter Hangelstrecken und vernebeltem Stacheldraht hindurch bis hin zum Käfig mit Holzspänen der nur in tiefster Gangsart zu bewältigen war. Also … flach auf den Bauch und auf allen Vieren durchrobben.











Das Battlefield hinter uns, ächzten wir weiter zum sechsten Hindernis „MORNING GLORY“. Für diese Steigung musste man seine Kraft sammeln, da man fast auf allen Vieren den Hang hinauf klettern musste.

Die Steigung bezwungen, nach einigen hundert Metern kam das siebte Hindernis „GLORY MOUNTAINS“. Ein Berg aus Strohrundballen den es zu überwinden galt. Wohl dem der hier etwas größer gewachsen war, denn für die Kurzgeratenen unter uns war das durchaus eine Herausforderung wenn man durch den Matsch gefühlte 10kg mehr mit sich rumschleppen und die Stohballen überklettern musste.

Tja … was soll man zu dem kommenden Bild sagen bzw. wie soll man es beschreiben … ein Paradiesvogel, ein verkappter Ornithologe?! Oder ist Erik einfach nur gut zu Vögeln …

Last but not least kam das achte und letzte Hindernis „WALLS OF HONOR“. Aus alten Manöverzeiten standen mitten im Nirgendwo zwei in die Jahre gekommene Mauern, die extra für das Event wieder hergerichtet wurden um somit als letzte Hürde beim Rundkurs zu dienen. Bei einer Mauerhöhe von jeweils ca. 1,70m durchaus eine Harausforderung, die es zu überwinden galt, sieht man mal von der alternativen „Pussi-Line“ nebenan ab. Die Alternative bestand aus 2 Strohrundballen die direkt daneben positioniert waren um das eigentliche Hindernis „etwas“ abzuschwächen.

Geschafft … nach drei Runden und 13km Laufleistung kamen wir alle gemeinsam, wohlbehalten und gut gelaunt ins Ziel. Das anschließende Bierchen des Sponsors, dass schon auf uns wartete nahmen wir gerne an …




Fazit: Geil wars … Extremer Spaß für alle diejenigen Fitnessbegeisterten, die sich beim Sport gerne mal wieder wie kleine Kinder im Matsch austoben wollten. Frei nach dem unserem Bodycross-Saar Motto: „keep calm and get dirty“ heißt es … Heute ist nicht aller Tage, wir laufen wieder, keine Frage … wenn es in 2016 heißt: „ab in den Batsch … beim TOUGHRUN 2016“

5. Tag: Heimreise

Route des 5. Tages: 513km

Galtür – Bludenz – Ravensburg – Freudenstadt – Achern – Rheinau – Haguenau – Bitche – Contwig

So, nun gehts auf die Heimreise. Zunächst nochmal kurz zurück nach Ischgl an die nächst gelegene Tankstelle, bevor ich über die Silvretta Hochalpenstraße die eigentliche Heimreise antreten kann. Dort komme ich nochmals an dem überdimensionalen Betonklotz vorbei.

 

Dir Strecke ist wie erwartet sehr wenig befahren, angefangen von der Silvretta über die Talstraße bis hin zur Autobahn. Die Landstraße über Ravensburg ebenfalls. Wieder mal die clevere Alternative zum Bodensee. Einzig die B500 um den Mummelsee ist sehr belebt.

Schlußendlich komme ich nach 7:15 Std. Inkl. 2 Tankstopps wieder zu Hause an.

 

Fazit: „Heute ist nicht aller Tage, ich fahr wieder, keine Frage…“ 😉

4. Tag: Blümchenpflücker Tour – Teil 2

Tja, was nun … Noch 150km zu fahren ohne Kupplung. Mal sehn … Möglichkeiten checken:

  1. Da stehen und heulen
  2. Chuck Norris rufen
  3. Die Gelben Engel herbeirufen (ADAC)
  4. Tourguide Franz um Hilfe bitten
  5. Versuchen weiter zu fahren

Da die Alternative 1, keine ist, Alternative 2 dran scheitert dass ich die Nummer nicht habe, entscheide ich mich für 4 und 5 und als Fallback die 3.

Franz ist leider nicht direkt zu erreichen, also weiterfahren, denn das MoHo Schönauer Hof liegt ja noch auf der Route, ist nur 50km entfernt und … Die haben seit 2015 einen Triumph Verleihservice im Haus. Hoffen wir das Beste. 👍

Weiterfahren … da gehts schon los … kann die Maschiene nicht Starten, warum? Funktioniert bei Triumph nur mit GEZOGENER KUPPLUNG 😂 also Leerlauf rein, berabrollen, 2. Gang reinhauen, und … Läuuuft.

Stelle fest, hoch und runterschalten funktioniert sehr gut ohne Kupplung, wenn man weiß wann der geeignete Zeitpunkt ist. 

Ich schaffe es tatsächlich mühelos die 50km über das kurvenreiche Namlos- und Lechtal bis zum Schönauer Hof ohne anzuhalten. Vor Ort lasse ich durch die Bremse den Motor absterben. 1. Hürde genommen.

Leider können mir die Kollegen nicht wirklich weiterhelfen. Keine Ersatzteile, alle Kontakte ausgenutzt, Samstag mittag 15:30 haben die Händler alle schon geschlossen inkl. den lokal Ansässigen. Zum Glück erreichen sie allerdings Tourguide Franz der sich kurz danach auf Ersatzteilbeschaffung spezialisiert.

Wie ich ja berichtet habe gibt es in Ischgl den High-Bike Test Center und dieser hat bis 19 Uhr geöffnet (bis alle Test-Bikes wieder da sind) und auch Ersatzteile. Kommt hier wohl öfter vor …

Aber wie jetzt nach Galtür zurück kommen?  Mit nem Hänger? Ein Hozelbesucher vom Schönauer Hof bietet mir sogar an mich zu fahren, bis er hört wo ich hin muss. Nichts für ungut, war echt sehr nett von ihm. 

Als alle Stammtisch-Weisheiten ausgetauscht sind und mit Kabelbindern versucht wurde ein Kupplungshebel-zug-dingsbums zu basteln, sind sich alle einig … „weiterfahren kannste so net“

Die einzigen die, wie ich, dran glauben sind Tourguide Franz, der mir am Telefon schon Schalttips gegeben hatte und Tourguide Kai vom Schönauer Hof. Beide bei der Diskussion allerdings nicht mit von der Partie.

So, nun denn… Nach 2 Fehlversuchen die Speedy alleine anzuschieben, setze ich nun doch auf Hilfe. Zu dritt schieben sie mich an, passt … Allerdings starte ich direkt in eine Schotterbaustelle aus der Hofausfahrt mit leichtem Verkehr. Staubig und bedankend winkend mache ich mich vom Acker.

So, wenn alles passt und ich nicht anhalten muss … aber halt da war noch was … tanken 😳 kurz im Kopf durchkalkuliert könnte ich es theoretisch schaffen auf allerletzter Rille ohne Tankstopp anzukommen.

Was ich nicht für möglich hielt, ohne Kupplung schalten, spart Sprit. Die Reserve leuchtet 30 km später auf als sonst 👍 Also das Dahinrollen spart echt Sprit, ist aber auch Spaßbefreit. Spaß beiseite, das dahinrollen hat die Reichweite echt stark erhöht, sodass ich es ohne Tankstopp schaffe.

Über den Arlbergpass mit zwei, drei Zitterpartien lande ich im Paznauntal mit 30km Reststrecke. Eine Baustellenampel meint es gut mit mir und schaltet in dem Moment auf grün als ich mich im Schritttempo mit stotterndem Motor, den ich mit der Bremse noch leicht runterregele, komplett an allen Wartenden vorbeigeschoben habe… strike

Die Baustellenampel in Ischgl ignoriere ich komplett und schieße durch die einseitige Verkehrsführung bis ich wieder einen Seitenstreifen habe um dem Gegenverkehr platz machen zu können. Kalkulation un ein bisschen Glück im Unglück… Der wartende Wohnmobilfahrer an der roten Ampel denkt wahrscheinlich immer noch: „Wasn das fürn Bekloppter…“

Bis in die Garage ohne anzuhalten … Tja, das Hummelprinzip oder wie es so schön heißt: Alles sagten: das geht nicht. Dann kam einer, der wusste das nicht und hat’s gemacht. 😉

Das Ersatzteil kam auch umgehend als ich ankam. Hat zwar leider nicht gepasst, konnte ich allerdings kurzerhand gegen das korrekte Teil am High-Bike Test Center und mit nochmaliger Unterstützung von Franz (konnte den Hoteleigenen VW Multivan nutzen) umtauschen. Ummontiert … Fertig für die Heimreise morgen.

PS: Warum es von diesem Teil der Tour keine Bilder gibt…? Ich konnte nicht anhalten um welche zu machen😉

Special: Tourguide Franz

Unser Tourguide Franz hat sich mit seinem MoHo „die Post“ auf eine andere Zielgruppe spezialisiert als beispielsweise der „Schönauer Hof„, wo wir auch schon mal Station gemacht haben.
Er bietet Fahrsicherheitstrainings, Ladies Safety Trainings, E-Trial, etc. an. Im Hotel kann man sich auch die etwas anderen E-Bikes mieten … ohne Pedale und ohne Sound.
Er hat zudem Kooperationen mit der Zeitschrift MO und auch mal die Kollegen von 1000ps im Hotel. So wie aktuell der Fall. 

Leider wollte der Kollege mit dem geliehenen 3-Zimmer-Küche-Bad Monster (BMW K1600) und Sozia bei der geführten Tour nicht mitfahren. Naja, wäre echt eng geworden bei der Strecke.

4. Tag: Blümchenpflücker Tour – Teil 1

Route des 4. Tages: 376km

Galtür – Oetz – Kühtai – Zirl – Garmisch – Plansee – Berwang-/Namlostal – Schönauer Hof – Arlbergpass – Galtür

Heute lasse ich es mal etwas gemütlicher angehen. Länger schlafen, später Frühstücken und dann gehts auf die „Blümchenpflücker Tour“.

Wieder die gleiche Überbrückungsetappe aus dem Tal auf die A12 bis zum Ötztal. In Oetz geht es dann links weg auf den Kühtaisattel.

 

Diesen Teil der Strecke hatte ich wesentlich besser in Erinnerung. Landschaftlich zwar sehr schön, allerdings zum fahren eher Mittelmaß.

 

Kühtai… kommt wahrscheinlich von Kühe … Denn so viele Rindviehcher wie hier sich frei bewegen ist echt der Hammer. Zudem sch….. die Viehcher dementsprechend wo sie stehn und gehn, also auf der Straße. Außerdem scheinen das alles Kurvenscheißer zu sein … Ah, wo sch…. ich denn heute mal hin, hm … mal in diese Kurve, da hab ich noch nie 😩

Die Viehcher haben es bei mir verschissen. 

Aktuell kann ich die Strecke nicht empfehlen. Denn entweder sind die Straßen verschissen, verdreckt, verbaustellt oder 50er Zone, also alles andere als gut zu fahren.

A propos verdreckt … das Weiße hier auf den Straßen ist kein Feenstaub (huch …, warum erscheint der Begriff als Wortvorschlag beim IPhone 😳) – sondern das ist vielmehr „pass-auf-sonst-liegst-du-auf-der-schnautze-Staub“. Wird in den Alpen in der Sommersaison auf den Pässen sehr großzügig verteilt.

Weiter zur Tour. An Zirl vorbei gehts auf eine Nebenstraße in Richtung Garmisch. Glücklicherweise habe ich mir die Tour vorher am PC erstellt und aufs Navi gezogen. Den Abschnitt hätte ich sonst nie gefunden, hat sich echt gelohnt. Landschaftlich ein echter Hingucker, kein Verkehr und super Straßen. Danach ein Teil der Deutschen Alpenstraße bevor es an den Plansee geht. Diesen Abschnitt kann ich guten Gewissens empfehlen. Bevor ich jedoch am Plansee ankomme läd ein kleines Restaurant an de Strecke zum verweilen ein, kurzum … Mittagspause.

 

 

 

 

Dann gehts weiter auf den Fernpass, der wie so oft sehr stark befahren ist. Nach ein paar Kilometern kann ich dann schon abbiegen ins Berwang-/Namlostal, was wie immer ein Genuss zu fahren ist.

Doch da passiert das Malheur 😳, zu viel „Blümchenpflücker und Bildersuch Modus“. Ich muss die Speedy auf Schotter kurz rechts ablegen. Sch…. Rechte Seite zerkratzt wo es nur geht 😩 

Das größere Problem ist … ich hab dabei links den Kupplungshebel abgebrochen 😳 wie geht das denn? Und vor allem so, dass nicht nur der Hebel weg ist, sondern ein Teil der Halterung.

 

Hab wohl zu viel trainiert in letzter Zeit 😎und beim umlegen wohl die Kupplung gezogen und zu spät losgelassen … Sachen gibt’s…

3. Tag: 6-Pässe Tour (double triple) – Ötzi isch komm vorbei… Teil 2

Nachdem ich in Pennes die Enscheidung getroffen habe umzukehren, gehts zügig zurück.

Da ich vor der Rennstrecke die Sportreifen aufgezogen hatte, habe ich aktuell den angefahrenen Reifen von Korsika wieder drauf: Michelin Pilot Road 4 … was soll ich sagen … die sind noch im ICE Schneider Modus und dementsprechend geht es bis auf die Kante sportlich voran. 

Wieder am Jaufenpass angekommen nerven mittlerweile die Vespafahrer die unkontrolliert durch die Gegend eiern, genauso wie einige Bikerkollegen. Ich weiß nicht wie oft mir heute Motorrad-, Vespa- und Autofahrer auf MEINER Spur entgegen gekommen sind. 😡 Wenn ich mit dem Auto unterwegs gewesen wäre, hätte ich die ein oder andere Kühlerfigur gratis bekommen.

Erstaunlich dass es auf der Strecke keinen Unfall gab … Hab jedenfalls keinen mitbekommen und bin ja hin und zurück gefahren.

Unterwegs gibt’s dann noch ne kleine Mittagspause inkl. Stärkung bei herrlichem Wetter und einer super Aussicht auf der Jaufenalm.

  
 

Am Timmelsjoch angekommen muss ich über einen Audifahrer vor mir kurz schmunzeln. Lieber Kollege, ich erkenne einen A4 3.0 Quattro wenn ich einen sehe und weiß auch was er kann … Aber hier mithalten … definitv nicht … 😊

Dann nähere ich mich einer Baustellenampel und schwups, springt sie vor mir um auf rot 😡 erst später hab ich gecheckt, dass dies das cleverste war was mir passieren konnte. Warum? 3 Minuten freie Fahrt ohne Vordermann gen Timmelsjoch … Könnte schlimmer sein 😉 Nix ist so schlecht, dass es nicht für irgendwas gut ist.

Am Gipfel, geht’s über zum „cruising mode“ in alter Blümchenpflücker Manier mit kleinen Pausen und Bildern.

  
 

Man beachte das Vorderrad der Vespa … Umbau auf Scheibenbremse und Dämpferelement mit Ausgleichsbehälter … Was der TÜV wohl dazu sagen würde..?

 

Übrigens das Verhalten von Rennradfahrern sucht hier auch seines Gleichen. Nur weil in zwei Tagen ein Wettkampf stattfindet heißt das noch lange nicht, dass für die Dopingfraktion keine Regeln mehr gelten. Auch wenn ihr euch den ganzen Körper rasiert und so ein Carbonteil zwischen die Beine klemmt, habt ihr noch lange keine Narrenfreiheit, sonst gibts mal ne Rasur ohne Schaum. 😎

Dann geht’s wieder zurück durchs Ötztal weiter nach Galtür. 445km, 8std. … reicht für heute.

3. Tag: 6-Pässe Tour (double triple) – Ötzi isch komm vorbei… Teil 1

Route des 3. Tages: 445km

Galtür – Sölden – Timmelsjoch – Jaufenpass – Penserjoch – Pennes – und wieder zurück 

Heute morgen war ich noch hochmotiviert nach dem Penserjoch über Bozen und Meran das Stilfserjoch, den Umbrailpass und den Rechenpass mitzunehmen bei insgesamt 495km. ☝️

Als ich allerdings nach 4 Std. Fahrzeit, 220km und nur 3 Pässe hinter mir hatte … dachte ich … was solls, das wird zu lange und die besten Parts liegen hinter mir … die fahr ich grad nochmal zurück. Und Warum? Weil ichs kann! 😉 

Vor mir lagen lediglich Überbrückungs-Strecken nach Bozen und Meran hin zum Stilfserjoch; das dann eh kein fahrerisches Highlight gewesen wäre. Die Meinung zum Rechenpass können sich die Sunndasfahrer vom Reifen-Stammdealer in Herrschberg persönlich erfragen – nicht jugendfrei 😉

Zudem, alles schon mal gefahren. Lediglich der Umbrailpass soll mittlerweile schotterfrei und damit besser zu fahren sein.

Zurück zur Tour. Die Fahrt aus dem Tal in Richtung Landeck gestaltet sich langatmig und ebenso langweilig, genauso wie die A12 bis ins Ötztal. Bis nach Sölden bin ich eine gute Stunde unterwegs, dauert länger als erwartet. Hier wimmelt es von Rennradlern, kein Wunder, am Sonntag, 30.08.2015 findet hier der Ötztaler Radmarathon statt.

Hochgurgl hinter mir, passiere ich die Mautstelle am Timmelsjoch und ziehe wohlwissend schon mal Hin- und Rückfahrticket ☝️für 14 Eur (nur hin 12 Eur)

Hier wird gebaut was das Zeug hält … Die Mautstelle ist mittlerweile ein 4-spuriger Betongigant (noch rechts im Bild zu sehen) und nebenan wird eine neue Seilbahn in die Natur gepflanzt… Wahnsinn.

 

Apropos Wahnsinn: In Ischgl platzieren die Ösies an der Hauptstraße einen Betonklotz, der selbst ein Kreuzfahrtschiff wie eine Nusschale wirken lässt. Anscheinend sind die Grundstückspreise hier mittlerweile so hoch, dass die hier ein Parkhaus der superlative brauchen.

Aber weiter: 

1.Pass: Timmelsjoch Teil 1

  

Super Designer … Dingsbums … So nahtlos in die Landschaft integriert …

  

  

 

Das Timmelsjoch lässt sich echt mit Genuss fahren, im mittleren Teil sind zwar einige Baustellen und ein paar Bodenwellen die es in sich haben, aber ansonsten sehr gut.

Danach direkt weiter zum 2. Pass: Jaufenpass

  

Blickrichtung: Sankt Leonhard

 

Blickrichtung: Sterzing

  

Und wie es das Schicksal so will, was heute tatsächlich Vespa-Ralley ausgehend von Sterzing … Eigentlich hübsch anzusehen, sofern dir nicht die Vespen auf deiner Straßenseite mit einem überforderten Fahrer entgegenkommen…

 

Direkt weiter zum 3.Pass: Penserjoch

  

Blickrichtung: Bozen (grobe Richtung)

 

Blickrichtung: Sterzing